Der Flachstrick-Experte

Manimaran Krishnan, Deutschland

Sie lässt sich angenehm tragen, wiederverwenden und begleitet viele Kollegen durch die Krise – die blau-gestrickte Mund-Nasen-Maske mit dem Bauerfeind-Logo. Die Stricktechnologie für die Herstellung hat Manimaran Krishnan entwickelt. Der gebürtige Malaysier bringt Erfahrung aus 25 Jahren Flachstrickfertigung in Indonesien und Sri Lanka mit in das Bauerfeind Innovationscentrum. Sein Ziel: Neue technologische Ideen für Bauerfeind umsetzen. Dafür lernt er nach und nach die deutsche Sprache – den Kontakt zu seiner Familie versucht er so gut es geht aufrechtzuerhalten.

Sie sind Malaysier. Wie kam es, dass Sie hier in Deutschland bei Bauerfeind arbeiten?

Durch den beruflichen Kontakt zu einer Mitarbeiterin von Garnhersteller OTEX in Flöha, Deutschland.  Mit ihr hatte ich elf Jahre in Sri Lanka zusammengearbeitet. Sie hat mir von Bauerfeind in Zeulenroda erzählt und, dass ich hier arbeiten könnte. Entschieden habe ich mich letztendlich für diesen Schritt, um neue Erfahrungen zu sammeln.

Welche Aufgaben haben Sie hier übernommen?

Ich entwickle neue Ideen, wie sich die Stricktechnologie bei Bauerfeind in Zukunft weiterentwickeln kann und gebe mein Bestes, um die Teams in der Produktion bei technischen Fragen zu unterstützen, z.B. bei der Fertigung von VenoTrain curaflow.

Als Experte für Flachstrick hatten Sie auch eine besondere Idee…

Genau, als es los ging mit Covid-19 hat jeder Mund-Nasen-Masken gebraucht. Da habe ich meiner Vorgesetzten Gerti Stegmann von meiner Idee erzählt, wie man gestrickte Masken mit einem Einschub für Filter herstellen kann. Das Strickprogramm habe ich dann innerhalb einer Woche entwickelt. Jeder Mitarbeiter von Bauerfeind müsste mittlerweile eine solche Maske bekommen haben –  und ich freue mich, dass ich helfen konnte, vor Covid-19 zu schützen.

Was machen Sie, wenn Sie mit der Arbeit fertig sind?

Ich bin ein Sportsmann! [Er lacht.] Bei FC Motor Zeulenroda spiele ich Fußball, Rückennummer 21. Wenn kein Fußballtraining ist, gehe ich zum Tennis. Und jeden Tag telefoniere ich mit meiner Familie.

Wann haben Sie Ihre Frau und Ihre Söhne zuletzt gesehen?

Vor fast einem Jahr, es ist verrückt. Wegen Covid-19 war es bisher sehr schwer nach Malaysia zu fliegen. Im Dezember werde ich meine Familie endlich sehen. Ich darf einreisen, muss dann zwei Wochen in einem Hotel übernachten – Quarantäne. Dann darf ich nach Hause.

Über Manimaran Krishnan

Manimaran Krishnan kommt ursprünglich aus Malaysia. Dort leben aktuell seine Frau und seine beiden 17 und 19-jährigen Söhne. Der 46-Jährige arbeitet seit 25 Jahren in der Textilbranche, u.a. bei Bekleidungsherstellern in Malaysia, Sri Lanka und Indonesien, und war zuletzt Produktionsleiter. Seit 2019 arbeitet Manimaran Krishnan im Bauerfeind Innovationscentrum als Mitarbeiter für Textile Materialentwicklung und Fertigungstechnologien.