Wie geht es Ihnen?

Silvia Porst, Deutschland

Das ist im Moment die erste Frage von Silvia Porst an ihre Gesprächspartner am Telefon. Als Teamleiterin Telesales informiert sie mit ihren drei Kolleginnen zu verschiedenen Themen­schwerpunkten und ist täglich im intensiven Austausch mit Kunden aus ganz Deutschland. Im Gespräch fällt ihr auf: Die Kunden sind über­wiegend dankbar für die Anrufe, blicken opti­mistisch in die Zukunft und haben gerade jetzt ein offenes Ohr für neue Geschäftsfelder.

Silvia, wie schaffst du es denn, deinen Job zu machen und gleichzeitig den Alltag mit deiner Familie zu organisieren?

Mein Partner und ich arbeiten im Home­office und wir versuchen für die Kinder einen festen Rhythmus beizubehalten. Aufstehen, frühstücken und dann Schulaufgaben ab­solvieren. Ab 8 Uhr ist »Schulbeginn«. Da übernehmen die Kinder zum Glück schon viel selbst. Unsere große Tochter ist 16 und möchte Grundschullehrerin werden. Deshalb macht es ihr Spaß, ihrer kleinen Schwes­ter zu helfen – sie ist in der ersten Klasse. Unser Sohn ist 15 und Leistungssportler am Olympiastützpunkt. Er erhält aktuell seine Trainings­ und Hausaufgaben über ein Inter­netportal. Da jeder seine eigenen Aufgaben hat, kann ich mich gut auf meine Arbeit konzentrieren.

Wie hast du dich denn mit deinem Team auf die Situation eingestellt?

Wir haben uns aufgeteilt: Zwei Kolleginnen arbeiten in Zeulenroda. Eine weitere Kollegin und ich sind im Homeoffice. So sind wir von 8­17 Uhr an der Hotline für unsere Kunden da. Aufgrund der Ansprache unterschied­lichster Zielgruppen und Themen läuft es im Moment – trotz Corona – wirklich gut.

Heißt das in der Krise sind die Kunden offener für eure Beratung?

Ja, den Eindruck habe ich. Wir informieren seit Februar schwerpunktmäßig zu den neuen Modefarben, zur GenuTrain OA und zu Bodytronic ID:CAM. Aktuell setzen wir den Fokus auf das betriebliche Gesundheits­management. Ich denke die Gespräche sind so gut, weil es gerade jetzt für die Kunden ein tolles Signal ist, wenn wir uns aktiv melden. Der Austausch ist intensiver und viel persönlicher.

Und das trotz der angespannten Situation und den wirtschaftlichen Herausforderun­gen?

Ja, auf jeden Fall. Jetzt kommen zwar weniger Menschen in die Geschäfte und die Händler haben teilweise ihre Öffnungszeiten verkürzt. Aber diese Schwierigkeiten stehen für sie nicht im Mittelpunkt. Sie wollen für ihre Kunden da sein, ihnen helfen und in der Branche gemeinsam ein Zeichen setzen. Und sie sind jetzt besonders dankbar, dass wir als Unternehmen in dieser Situation nach wie vor wie gewohnt für sie da sind und sie in ihren Bemühungen unterstützen. Das gibt unseren Fachhändlern Sicherheit und schafft Vertrauen. Vor allem in dieser Zeit.

Über Silvia Porst

Silvia Porst hat 1989 ihre kaufmännische Ausbildung in einem Werk des Volkseigenen Betriebs Elastic Mieder be­gonnen, das Bauerfeind 1991 übernahm, und ist seitdem im Unternehmen tätig. In einem nebenberuflichen Studium hat sie von 2002 bis 2005 eine Aufstiegsfortbildung zur Industriefachwirtin absolviert. Seit 2006 leitet sie das Team Telesales. In ihrer Freizeit genießt sie das ruhige Leben auf dem Land gemeinsam mit ihrem Partner und den drei Kindern.