Nachgefragt bei Frank Aßmann

Was bleibt besonders in Erinnerung aus vier Jahrzehnten bei Bauerfeind?

40 Jahre Bauerfeind – für diese lange Zeit im Betrieb wurde Frank Aßmann, Teamleiter Wertstrom-Team 3, bei der Jubilarsfeier am 27. Februar 2026 geehrt. Im Interview geht der 57-jährige Triebeser mit uns auf eine kurze Reise durch die Zeit.

Nehmen Sie uns mit auf eine Zeitreise – wie sah der Arbeitsbereich von Ihnen vor 40 Jahren aus, als Sie begonnen haben? 

Hier, wo wir heute arbeiten, war damals noch grüne Wiese. Angefangen habe ich nach meiner Lehre als Instandhaltungsmechaniker in der Engelsstraße in Zeulenroda. Damals war alles noch sehr klein und man hatte direkten Kontakt zu allen. War der Hausmeister krank, dann musste ich eben die Asche aus dem Ofen holen, neue Kohlen reingeben und Feuer machen. Halb elf musste ich dann das Essen für alle abholen. Das war damals alles auch die Aufgabe eines Mechanikers, wenn es mal nötig war. Später war ich dann in Darmstadt am Standort und habe viel von dem Wissen zum Thema Rundstrick, was ich dort aufgesaugt habe, wieder zurück mit nach Zeulenroda gebracht. Hier habe ich dann in den Neunzigerjahren den Bereich Maßproduktion in der damals neuen Halle 1 mit aufgebaut.

Nur am Schreibtisch sitzen ist nichts für Frank Aßmann. Hier ist er mit Näherin Cynthia Gütter an deren Arbeitsplatz zu sehen.

Was ist jetzt Ihre Aufgabe?  

Heute bin ich Teamleiter im Rundstrick. Ich wusele gern in meiner Abteilung herum und schaue, dass jeder Mitarbeiter gut versorgt ist und arbeiten kann. In meinem Team sind 28 Stricker und Näher, die Rundstrickprodukte fertigen, zum Beispiel VenoTrain soft oder VenoTrain cocoon. Dabei will ich auch selbst nah dran sein, damit ich genau weiß, wie sich die Technik weiterentwickelt und welche Stärken jeder hat. 

Gibt es eine Begebenheit in den vergangenen 40 Jahren, die Sie nicht vergessen werden?

Es gab viele. Ein besonderer Moment war, als wir 1990 gemeinsam in der Kneipe in Zeulenroda saßen. Prof. Hans Bauerfeind hat gesprochen und gesagt, dass die Firma Franz Anton KG, wie sie damals noch hieß, von Bauerfeind übernommen wird. Auch die Feste werden mir immer in Erinnerung bleiben: Der Spatenstich für Halle 1 1993 auf der grünen Wiese. Auch mit Rudolf Bauerfeind, dem Vater von Hans Bauerfeind, hatte ich in Darmstadt Kontakt. Wenn er mein ZR-Kennzeichen gesehen hat, hat er mich manchmal ins Büro gerufen und erzählt, wie er die Firma hier mit aufgebaut hat. Einmal war ich auch bei ihm und seiner Familie zum Mittag eingeladen – es gab Kartoffeln und Quark.

Wie geht es für Sie weiter bei Bauerfeind? Auf was freuen Sie sich in den kommenden Monaten?  

Gerade arbeiten wir an einer neuen Auftragsplanung in unserem Bereich. Da können wir Dinge automatisieren und das wird uns beschäftigen. Diese Veränderungen durch die Technologie haben wir immer wieder. Mir ist dabei nur wichtig, dass wir weiterhin miteinander sprechen im Team. Und mir ist wichtig, dass alle gern auf Arbeit kommen.