„Gründlichkeit vor Schnelligkeit“
Interview mit Vorstandsvorsitzenden Rainer Berthan

Seit Monaten beschäftigen sich Arbeitsgruppen mit dem Ausbau des zentralen Bauerfeind-Standortes Zeulenroda. Dabei geht es unter anderem um Pläne für die Logistik sowie für eine neue Produktionshalle. Vorstandsvorsitzender Rainer Berthan gibt einen Ausblick.
Herr Berthan, gefühlt „alle“ wollen wissen, wann es mit den Bauarbeiten in Zeulenroda losgeht.
Das verstehe ich. Es wird jedoch noch mindestens bis Herbst 2025 dauern, bevor der erste Spatensticht erfolgen kann. Wir müssen das gesamte Projekt „Standorterweiterung Zeulenroda“ und die damit verbundenen Bauvorhaben ganz genau durchdenken – und dann alle Investitionen budgetieren und finanzieren. Wir tun gut daran, wenn hierbei Gründlichkeit vor Schnelligkeit geht!
Es bleibt aber dabei, dass Bauerfeind in den kommenden Jahren spürbar in Zeulenroda sowie auch in Remscheid und Gera investiert?
Ja, denn in Deutschland haben wir unser starkes Fundament. Es basiert auf einer leistungsstarken Belegschaft, einer stabilen Infrastruktur und der Nähe zu unserer Kundschaft. Indem wir in Deutschland ausbauen, investieren wir in unser Fundament, in die Stabilität und das Wachstum unserer Firma und unserer Teams.
Zurück nach Zeulenroda: Wie geht es jetzt hier weiter?
Wir ermitteln die mittel- und langfristigen Bedarfe für Logistik und Produktion, aber auch für Rohwarenlager oder Forschung und Entwicklung. Abgesehen von unseren Gedanken, die wir uns über die Dimensionen machen müssen, und den Entscheidungen, die wir dann zu treffen haben, sind wir abhängig von Planern und Behörden. Wir müssen Angebote von Dienstleistern einholen, Bauanträge bei der Gemeinde stellen und dabei immer wieder unsere Planungsgrundlagen verbessern. Fest steht, dass wir mit der Energie-Zentrale beginnen werden.
Was bedeutet „Energie-Zentrale“?
Hierbei geht es um die ausreichende Stromversorgung der Zukunft. Wir müssen unsere Heiztechnik sanieren und optimieren, indem wir sie auch auf die neuen Bedarfe ausrichten. So werden unter anderem die Gasheizungen durch Wärmepumpen ersetzt und nach und nach alle Bestandsgebäude daran angeschlossen. Läuft alles glatt, erfolgt der Spatenstich für die Energie-Zentrale im Herbst 2025. Der erste sichtbare, bauliche Schritt für die Standorterweiterung wäre getan.
Und Logistik und Produktion?
Geduld, hier müssen wir erst noch final über Größe und Umfänge entscheiden, dann Anträge stellen und so weiter... Sobald Baugenehmigungen da sind, können wir mehr sagen. Wenn es schnell geht, ist das im Sommer 2025 für die Logistik der Fall.