Keine Scheu vor Verantwortung

Mirko Mösenthin

Die Fußorthopädie möchte sich am Markt stärker durchsetzen und agiert daher seit diesem Jahr als selbständige Sparte der Bauerfeind AG. Neben der Fertigung in Remscheid gehört auch die Technologie in Zeulenroda dazu. Mirko Mösenthin ist hier tätig – unverkennbar mit seinem Markenzeichen, dem Basecap. In den vergangenen zehn Jahren hat er sich zum stellvertretenden Teamleiter entwickelt. Für Nahtlos gibt er einen Einblick in seinen Bereich.

 

Mirko, die Einlagenfertigung bekommt aktuell viel Beachtung – auch in Zeulenroda?

Mirko: Insgesamt merkt man, dass auf der Fußorthopädie ein größeres Augenmerk liegt. Den Aussagen des Vorstandes folgen auch Taten, wie zum Beispiel Investitionen in unseren Maschinenpark und in neue Technologien, wie dem 3D-Druck. Wir bauen Personal auf. Mit der Übernahme von zwei Mechanikern können wir jetzt beispielsweise schneller agieren, wenn Maschinen ausfallen und die Stillstandzeiten reduzieren. Wir fühlen uns nicht mehr wie das fünfte Rad am Wagen und freuen uns über die neuen Gestaltungsmöglichkeiten.

Was fertigt ihr hier?

Mirko: In Zeulenroda fertigen wir die Fräseinlagen, also individuelle Maßeinlagen, und alle Modelle von der GloboTec Soft, das sind ungefähr 700 verschiedene. Sie gehören zu den Weichpolstereinlagen. Wir bearbeiten Maß- und Serienaufträge, füllen aber auch Kundenlager. Und wie schon erwähnt, beschäftigen wir uns gerade intensiv mit gedruckten Einlagen.

Was sind deine Aufgaben im Team?

Mirko: Als ich vor zehn Jahren hier anfing, habe ich sukzessive jeden Arbeitsschritt durchlaufen, vom Kommissionieren, Kleben, Zuschneiden, Tiefziehen, Fräsen und Schleifen bis zur Endkontrolle. Ich kenne also unsere Arbeitsabläufe sehr gut und habe mich immer wieder eingebracht. Seit zwei Jahren bin ich jetzt stellvertretender Teamleiter. Dazu gehört auch viel Büroarbeit. Ich kümmere mich zum Beispiel um die Zeitpflege, Dokumentationen, den Rückbau von falschen oder fehlerhaften Aufträgen oder auch um Qualitätsfragen. Ich schaue nach Sauberkeit und Ordnung und übernehme Einarbeitungen und Schulungen.

Was macht euch aus als Team?

Mirko: Wir sind insgesamt 36 Kolleginnen und Kollegen und die meisten davon sind Quereinsteiger aus dem handwerklichen Umfeld. Wir haben Köche, Zimmerleute, Tischler, Maurer und sogar eine Augenoptikerin. Die Hand-Augen-Koordination ist für unsere Tätigkeiten besonders wichtig und das bringen alle mit. Mir gefällt, dass wir ein junges Team mit einer jungen, offenen Führung sind. Man kann Ideen einbringen und umsetzen, Verantwortung übernehmen. Den Wunsch nach Verbesserung leben wir alle. Wir hinterfragen Prozesse, versuchen sie eigenständig zu optimieren und schließlich zu automatisieren. 

Wie seid ihr in die neue Fußorthopädie-Sparte integriert?

Mirko: Wir sind ein Teil der Sparte und wachsen mit Remscheid in der Spartenorganisation zusammen. Das Ziel von beiden Standorten ist es, sich in der Gesamtheit zu stärken und zu einem resilienten Kraftzentrum zu verbinden. Werden an einem Standort beispielsweise Kapazitäten knapp, sorgen wir für produktionsausgleichende Maßnahmen und unterstützen uns gegenseitig.

Über Mirko Mösenthin

Sein handwerkliches Geschick beweist Mirko nicht nur in der Einlagenproduktion: In seiner Freizeit schnitzt er Holzfiguren mit der Kettensäge. Er engagiert sich in der freiwilligen Feuerwehr und ist auch bei Bauerfeind Brandschutzhelfer. Der 36-jährige Familienvater übernimmt gern Verantwortung. Ein Team zu führen, macht ihm Spaß. In dieser Richtung möchte Mirko sich weiterentwickeln und besucht dafür viele Seminare. Das Gelernte wendet er im Tagesgeschäft an und versucht, es kontinuierlich auszubauen. Dabei darf eine Sache nicht fehlen: das Basecap.