Logistik-Teams trotzen Corona-Einschränkungen
…und können Lieferversprechen einhalten

Fast völlig isoliert arbeitet das Logistikzentrum in Zeulenroda bereits seit Beginn der Corona-Pandemie und ist eine der Abteilungen mit den meisten Einschränkungen. Wir haben mit Julian Musiol, Leiter Logistikzentrum, gesprochen:
Wie haben Sie die vergangenen Monate erlebt?
Zuerst einmal bin ich froh, dass das ganze Team bisher gesund geblieben ist und wir unsere Kunden trotz Corona pünktlich und zuverlässig beliefern konnten. Diese hohe Liefertreue beizubehalten war eine große Herausforderung, denn wir haben in der Logistik keinen „Arbeitsvorrat“: Alles, was bestellt wird, verlässt das Lager am selben Tag. Deshalb mussten wir schnell einen Plan machen, wie wir weiterarbeiten können: mit AHA-Regeln, Kurzarbeit, getrennten Teams und Schichten. Der Abteilungsleiter vom Zentrallager, Mathias Ott, und ich waren in dieser Zeit in erster Linie „Kümmerer“, damit die Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter stimmen und wir weiter ausliefern konnten. Das haben wir bis hierhin geschafft.
Wow, Respekt für diese Leistung! Haben Sie Ihre Maßnahmen vom Frühjahr aufrechterhalten?
Ja, und zwar ohne Pause. Insgesamt bedeutet die Umsetzung der Maßnahmen viel Organisation, allein schon das Essen. Aktuell beschaffen wir zum Beispiel Pausencontainer, damit die Kollegen zu jederzeit ihre Pause im Warmen und Trockenen machen können. Mit Aramark sind wir täglich im Austausch, um das Essen zu den verschiedenen Pausenzeiten zu gewährleisten.
Was möchten Sie Ihrem Team mit auf den Weg geben?
Ich möchte ein großes Lob aussprechen und Danke sagen, weil alle Kollegen sich ausnahmslos seit Monaten an die Regeln halten und gut mitziehen! Ohne diese Disziplin hätten wir die Pünktlichkeit gegenüber unseren Kunden auf diesem hohen Niveau nicht halten können. Leider kann keiner eine Prognose abgeben, wie lange diese Situation noch andauert. Meine Bitte ist: Arbeiten Sie weiterhin so gut mit uns zusammen und kommen Sie bei Fragen jederzeit gern auf uns zu.
Worauf freuen Sie sich alle am meisten, wenn die Pandemie vorbei ist?
Darauf, dass wir alle wieder wie gewohnt zusammenarbeiten können. Wir haben ja auch innerhalb der Logistik Teams, die sich nicht begegnen dürfen, zum Beispiel die Abteilungen Wareneingang und Retouren. Das alles bedeutet Mehraufwand und höheren Abstimmungsbedarf. Wir alle freuen uns einfach darauf, wenn wieder Normalität einkehrt.
