Zum ersten Mal nur digital

Bauerfeind auf der Fachmesse OTWorld.connect

Die Fachmesse OTWorld.connect wird in diesem Jahr zum ersten Mal nicht vor Ort in Leipzig, sondern aufgrund der Corona-Krise allein digital ausgerichtet. Das ist eine riesige Herausforderung – für die Messeveranstalter, die Besucher und natürlich auch für Bauerfeind als Aussteller. Wie sich das Team Messen/Kongresse & Events auf die neue Situation eingestellt hat und wie unsere digitale Messepräsenz aussieht, erklärt Teamleiterin Janine Heimrich im Gespräch:

Die OT World gibt es in diesem Jahr ausschließlich digital. Wie habt ihr auf diese Nachricht reagiert?

Die Entscheidung, die Messe jetzt ausschließlich digital durchzuführen, hat uns nicht unerwartet getroffen. Seit Anfang März wurden regelmäßig auch andere Veranstaltungen verschoben und schließlich abgesagt oder rein digital durchgeführt. Gedanklich hatten wir uns also im Sommer schon auf eine virtuelle OTWorld vorbereitet.

Wie hat sich die Arbeit in eurem Team dadurch verändert?

Zum Zeitpunkt der ersten Verschiebung hatten wir unseren Messestand so gut wie fertig. Die Details für das Bühnenprogramm standen. Die ersten Kunden hatten Eintrittskarten bei uns bestellt. Wir mussten alles stoppen und nochmal neu beginnen. Normalerweise starten wir mit der Planung einer Präsenz an der OTWorld mindestens anderthalb Jahre im Voraus. Für die digitale Präsenz haben wir nun nicht einmal vier Monate Zeit. Wir können ein analoges Messekonzept nicht eins zu eins in ein digitales Konzept überführen. Das ist eine Herausforderung für uns alle. Die Zeiten für die Zuarbeiten der einzelnen Marketingabteilungen sind extrem kurz. Geplante Live-Auftritte mussten jetzt vorproduziert werden. Das ist Arbeit und spannt viele Ressourcen ein.

Wie sieht die digitale Bauerfeind-Messepräsenz aus?

Unsere Besucher erwartet ein besonderes Highlight: Unser Markenbotschafter Dirk Nowitzki wird durch unseren, speziell für die OTWorld connect erstellten, virtuellen Messestand führen und Produktspezialisten stehen für einen Chat bereit. Zusätzlich haben wir sieben digitale Workshops im offiziellen Messeprogramm, die live aus der Bauerfeind-Akademie gestreamt werden. Darüber hinaus beteiligen wir uns im Innovation-Showroom der Messe. Dort stellen wir nicht nur Produktinformationen bereit, sondern vor allem auch Beiträge von Sportlern, einem Arzt und einer Lymphpatientin zu einer möglichst optimalen Versorgung bzw. Betreuung durch den Fachhandel.

Welche Chancen und welche Risiken siehst du in der digitalen Ausrichtung?

Digitale Veranstaltungen sind im Grund nicht neu, aber in unserer Branche hat sich eine analoge Veranstaltung bisher immer durchgesetzt. Unsere Kunden und Ärzte wollen die Produkte anfassen, auf Herz und Nieren testen, sich treffen und austauschen. Das kann eine digitale Präsenz nicht leisten. Bei unserer virtuellen Präsenz geht es nicht um Kundenbindung, hier geht es um Image und um die Frage, wie digital ist Bauerfeind. Dieser Herausforderung stellen wir uns und werben auf allen Kanälen für die OTWorld.connect – wohl wissend, dass wir keine Prognose abgeben können, wie viele Besucher wir haben werden. Aber wir sehen auch viele Chancen: Seit Beginn der Corona-Pandemie zeigt sich ein gewisser Wandel im Umgang mit modernen Medien, auch bei unseren Kunden. Durch die digitale Präsenz haben wir die Möglichkeit Kunden zu erreichen, die durch einen eng gestrickten Terminkalender eine Reise nach Leipzig unter normalen Bedingungen nicht möglich machen konnten. Und auch international hoffen wir natürlich durch unsere digitalen Workshops unsere Reichweite zu erhöhen. Ein weiteres Plus: Die Workshops werden auch nach der Messe noch auf Abruf zur Verfügung stehen, sodass Interessierte auch dann noch in Ruhe stöbern und verweilen können.