„Ich möchte Teil des Teams sein“
Vorständin Technik Katharina Dietrich

Katharina Dietrich ist als Nachfolgerin von Andreas Lauth neu in der Position der Vorständin Technik. Im Interview mit Nahtlos erzählt die 51-Jährige, warum sie sich für Bauerfeind entschieden hat, welcher Moment aus den ersten Tagen ihr besonders in Erinnerung bleibt und auf welche Aufgaben sie sich am allermeisten freut.
Was war der ausschlaggebende Moment, der Sie überzeugt hat: Ich will unbedingt zu Bauerfeind und Vorständin Technik werden?
Das war die Bekanntschaft mit Herrn Bauerfeind beim Vorstellungsgespräch: Seine Überzeugungen und seine Leidenschaft, wie er das Unternehmen aufgebaut hat, haben mich sehr beeindruck und ich bin voller Respekt dafür. Ich möchte dazu beitragen, sein Unternehmen weiter voranzubringen und ich habe ihn auch gefragt, was ihm am wichtigsten ist.
Was hat er Ihnen geantwortet?
Er hat gesagt: Die Menschen, die Region und die Produkte sind ihm wichtig. Genau das war die Reihenfolge.
Was möchten Sie beitragen, um Bauerfeind in diesem Sinne voranzubringen?
Ich möchte den Erfolgskurs halten und dabei transparent sein. Das heißt, jeder sollte unsere Ziele kennen und wissen, was er zum Erfolg der Firma beitragen kann. Und ich möchte, dass wir uns regelmäßig Rückmeldung geben über unsere Leistung, unser Verhalten und unsere Wirkung auf andere. Diese Feedback-Kultur ist mir wichtig. Ich bin ein prozessorientierter Mensch. Wenn Mitarbeiter die Prozesse verstehen, weitertragen und erfolgreich umsetzen, dann erfüllt mich das mit Freude. Aber das geht nur gemeinsam: mit Menschen durch Menschen. Es muss eine Zustimmung und eine Gemeinsamkeit sein. Nicht autoritär, weil ich das sage.
Auf welche Aufgabe freuen Sie sich in Ihrem neuen Amt am allermeisten?
Entwicklung! Ich liebe Entwicklungsthemen. Damit fängt alles an. Umso besser wir entwickeln, umso besser können wir produzieren und verkaufen.
Wovor haben Sie aber auch Respekt?
Ich habe Respekt vor der Bauerfeind-Kultur. Jedes Unternehmen ist anders, hat seine eigenen Werte, Umgangsformen, Entscheidungsprozesse. Bauerfeind ist offen, familiär und ich möchte gern Teil davon werden. Ich möchte Teil eines Teams sein, als Sparringspartnerin wahrgenommen werden und uns weiterbringen.
Wo haben Sie Bauerfeind und die Bauerfeind-Kultur bisher am intensivsten gespürt?
Bei der Jubilarsfeier! Da schlug das Bauerfeind-Herz. Ich durfte auch gratulieren und den Jubilaren für ihren langjährigen Einsatz danken. Eine Frau antwortete ganz spontan: „Gern geschehen.“ Dabei schwang so viel Freude mit und Stolz. Die ganze Stimmung an dem Abend war feierlich und würdig, es war ein echtes Miteinander. Ich dachte, Bauerfeind hat sehr viel richtiggemacht, wenn solche tollen Leute hier so lange arbeiten und ich freue mich, jetzt dabei zu sein.
Worauf fokussieren Sie sich in den kommenden Monaten?
Wir sollten nur das machen, was unsere Ressourcen hergeben. Weniger ist mehr. Ich möchte, dass wir die Projekte, die wir uns vornehmen, auch pünktlich schaffen. Unsere Hauptthemen bleiben Internationalisierung, Digitalisierung, Logistik-/Standorterweiterung. Beim Thema neuer Produktionsstandort müssen wir langsam konkret werden, die Diskussion wird offen geführt, eine Entscheidung ist noch nicht getroffen worden. Wie wir die Themen priorisieren, legen wir zusammen mit Herrn Berthan fest. Alleingänge nur für Technik ergeben keinen Sinn.
Was machen Sie, wenn Sie Zeit für sich haben?
Von allem ein bisschen, aber nicht übertreiben: Ich spiele Tennis, treffe mich mit Freunden, bin in der Natur, genieße die Stille oder gehe auf eine Party. Aber das wichtigste ist der Kontakt zu meiner Familie, zu meinem Mann.
Was haben Sie bisher von Zeulenroda schon kennengelernt, abgesehen vom Seehotel?
Nicht viel, aber ich kenne sehr viele Möbelgeschäfte in und um Zeulenroda. Denn ich habe mittlerweile eine Wohnung gefunden und eingerichtet, auch meine Katze ist umgezogen. Langsam komme ich an. Das merke ich daran, dass ich auch immer mehr Leute außerhalb von Bauerfeind kennenlerne – und wiedererkenne.