Nachgefragt bei Evelyn Mecklenburg
Zertifizierungsaudit für Energiemanagement bestanden

Nach drei Audit-Tagen hat Bauerfeind im Juni die Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 für die Standorte Zeulenroda und Gera bestanden. Worum es beim Thema Energiemanagement nicht wirklich geht und wo wir die größten Potentiale haben, erklärt Evelyn Mecklenburg, gelernte Diplomingenieurin für Energietechnik und Energiemanagerin bei Bauerfeind.
Evelyn, herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Zertifizierung!
Danke schön. Die Auditoren haben sich sehr positiv geäußert über das Energiemanagement, was wir seit Ende des vergangenen Jahres aufgebaut haben. Besonders gelobt haben sie auch die offene Atmosphäre im Unternehmen und die Sauberkeit in der Produktion.
Warum beschäftigen wir uns als Unternehmen so intensiv mit dem Thema Energie?
Einerseits ist diese Zertifizierung gesetzlich verpflichtend – andererseits, und das ist für Bauerfeind ein wichtiger Punkt, wollen wir energieeffizienter werden.
Kannst du das noch etwas genauer erklären?
Bauerfeind wächst. Deshalb geht es nicht darum, den Energiebedarf zu senken. Das ist unmöglich, denn mit mehr Maschinen, Menschen und Produkten verbrauchen wir eben auch mehr Energie. Es ist aber entscheidend, insgesamt energieeffizienter zu werden und dadurch Kosten einzusparen.
Was bedeutet Energiemanagement bei Bauerfeind?
Mit dem Thema wurde sich schon länger beschäftigt, aber seit dem vergangenen Jahr erfasse ich Energiekennzahlen gezielt und systematisiere sie. Ich schaue mir die Energieträger Strom, Gas, Fernwärme, Kraftstoff und Wasser genau an – und die Energieflüsse: Wo geht unsere Energie hin? Und wie können wir Prozesse verbessern, um weniger zu verbrauchen. Wir haben viele Potenziale.
Welche sind das zum Beispiel?
Im Einkauf werden neue Maschinen zunehmend energieeffizient beschafft, etwa Färbemaschinen, die weniger Wasser verbrauchen und die durch eine isolierte Trommel den Wärmeverlust reduzieren. In Halle 1 haben wir die Beleuchtung gegen energiesparendere LEDs ausgetauscht. Das sind zwei von vielen Maßnahmen, die wir in Zeulenroda und Gera aktuell angehen. Aber natürlich kann auch jeder etwas tun im Berufsalltag. Das fängt bei Kleinigkeiten an: Habe ich alle Geräte richtig ausgemacht? Brauche ich den Aufzug oder kann ich gelegentlich die Treppe laufen?
Wie geht es weiter im Energiemanagement?
Unser Zertifikat gilt drei Jahre und jedes Jahr gibt es ein Überwachungsaudit. Wir wollen uns stetig gemeinsam verbessern. Wer Vorschläge hat, kann diese gern über das Ideenmanagement einbringen, sich damit an seinen Teamleiter oder direkt an mich wenden.