Liebe Kolleginnen und Kollegen,
was gute Zusammenarbeit in- und außerhalb unseres Unternehmens ausmacht, das hat sich in der vergangenen Woche gezeigt: Ein Großbrand auf einem nahegelegenen Recyclinghof legte unsere Produktion und Logistik kurzfristig vollständig lahm. Rund 3000 Quadratmeter Deponiefläche standen von Mittwochabend bis Freitagfrüh in Flammen – mit entsprechend starker Rauch- und Geruchsbelastung. Durch die Rauchentwicklung konnte die notwendige Kühlluft für unsere Maschinen und Anlagen nicht mehr angesaugt werden und deshalb musste der Betrieb eingestellt werden.
Die Größe des Brandes wird an diesen Zahlen deutlich: 19 Feuerwehren mit über 100 Feuerwehrleuten aus der Region sowie das Technische Hilfswerk waren im Einsatz. Mit einem Kettenbagger wurde der brennende Müll auseinandergezogen und später mit Lösch-Schaum abgedeckt. Am Freitagvormittag war der Großbrand schließlich gelöscht, was zeigt, wie schnell und fachkundig hier der Brand- und Katastrophenschutz agiert hat. Bereits am Donnerstagnachmittag gab uns die Feuerwehr „grünes Licht“ dafür, ab Freitag 7 Uhr die Firma wieder regulär zu öffnen.
Was dabei aus meiner Sicht besonders hervorzuheben ist, ist die Art und Weise, wie wir intern und extern zusammengearbeitet haben: geprägt von Professionalität, gegenseitigem Vertrauen und einer bemerkenswerten Unaufgeregtheit im Umgang mit der Situation. Der Austausch mit Stadt und Feuerwehr-Einsatzleitung erfolgte regelmäßig in persönlichen Gesprächen und war stets verbindlich. So konnte der Notfallstab bei Bauerfeind Entscheidungen, zum Beispiel über den Ausfall der Schichten am Donnerstag, zügig und sicher treffen.
Parallel dazu haben im Unternehmen viele Kolleginnen und Kollegen mit großer Einsatzbereitschaft dazu beigetragen, die Lage von Beginn an zu meistern – und dann die Abläufe so schnell wie möglich wieder zu normalisieren. Stellvertretend seien hier genannt die Kolleginnen und Kollegen von Arbeitssicherheit und Brandschutz sowie aus dem Objektmanagement, aus der Produktion und Logistik und dem Notfallstab: Gleich nach Bekanntwerden des Brandes wurden gemeinsam noch in der Nacht zum Donnerstag die ersten Schutzmaßnahmen ergriffen. Mein ausdrücklicher Dank gilt außerdem allen Kolleginnen und Kollegen, die die entstandenen Lieferrückstände und aufgelaufenen Bestellungen durch Mehrarbeit, beginnend am vergangenen Wochenende, wieder abgebaut haben!
Nicht vergessen in diesem erfolgreichen Zusammenspiel möchte ich das Team von Aramark, das sich ebenso flexibel auf die Ausnahme-Situation eingestellt hatte: Am Donnerstagmorgen lieferte es den Einsatzkräften auf der Deponie kurzerhand die Speisen, die in unserem Betriebsrestaurant für die Nacht- und Frühschicht vorgesehen waren. Das kam so gut an, dass sich die Feuerwehr auch am nächsten Tag das Frühstück von uns wünschte. Und das Aramark-Team machte es trotz Normalbetrieb in der Kantine wieder möglich.
Die Ereignisse der vergangenen Tage trafen uns unverhofft, doch sie haben mir gezeigt, wie tragfähig unsere Strukturen und Netzwerke sind.
Ihr
Rainer Berthan
Vorstandsvorsitzender
