Was liest eigentlich Gitte Lützow?

„Ein Buch muss berühren“, sagt Gitte Lützow, Senior Art Director bei Bauerfeind. Welche Autorin das bei der Weimarerin geschafft hat und was sie aus ihrem aktuellen Werk gelernt hat, teilt Sie hier. 

Gitte, bevor wir zu deinem Lieblingswerk kommen: Was sind deine Aufgaben als Art Director?

Ich bin verantwortlich für das visuelle Erscheinungsbild der Marke Bauerfeind in verschiedensten Medien – Print und digital – zum Beispiel Anzeigen, Broschüren, Schaufensterdekoration und digitale Werbekampagnen. Das mache ich nicht allein, sondern mit meinem Team. Wir sind neun Kolleginnen und Kollegen und jeder hat sein Fachgebiet. Unser gemeinsames Ziel ist es, das visuelle Erscheinungsbild der Marke so zu gestalten, dass es sich vom Wettbewerb abhebt, eine Wiedererkennung der Marke garantiert ist und damit dazu beiträgt, dass über Bauerfeind-Produkte gesprochen wird.

Welche Rolle spielt das Lesen in deinem Alltag?

Es ist mein Ritual vorm Einschlafen. Dann tauche ich in eine andere Welt ab – und schließe so meinen Tag ab.

Welches ist dein Lieblingsbuch?

Das Buch ist von Isabel Allende, einer chilenischen Schriftstellerin. Sie ist mittlerweile schon 82 Jahre alt, hat viele Bücher veröffentlicht und ich habe fast jedes gelesen. „Der Wind kennt meinen Namen“ hat mich besonders berührt: eine Geschichte über Kinder, die von ihren Eltern getrennt werden.  Erzählt ist es in verschiedenen Handlungssträngen, die in unterschiedlichen Zeitebenen spielen. Und dennoch treffen die Protagonisten im Buch irgendwann aufeinander.

Das klingt interessant…

Ja, es geht um einen jüdischen Jungen in Wien, der seine Eltern verliert und um ein Flüchtlingskind aus El Salvador, das an der Grenze zu den USA von seiner Mutter getrennt wird.

Warum würdest du das Buch weiterempfehlen?

Es hält eine gute Balance zwischen dramatischer Geschichte und schöner Erzählweise. Und das Thema ist unheimlich aktuell, weil es so viele Kinder in Krisengebieten gibt, die leiden. Wie man mit solchen Traumata weiterleben kann, hat mich unheimlich beeindruckt – und wieder daran erinnert, wie gut es uns hier geht. 

Was tust du sonst in deiner Freizeit, um dich zu entspannen?

Seit einigen Jahren habe ich das Puzzeln für mich entdeckt. Zwischen 1.000 und 2.000 Teilen schaffe ich. Außerdem gehe ich gerne Laufen, fahre Ski, fühle mich auf und im Wasser pudelwohl, sehe meine Familie und engagiere mich im Inner Wheel Club Weimar. Wir unterstützen verschiedene soziale Projekte in der Stadt.


Weitere Buchempfehlung von Gitte Lützow: „Allmen und der Koi“ von Martin Suter

Es handelt sich um den sechsten Teil einer Krimireihe rund um den Lebenskünstler Johann Friedrich von Allmen, die auch humoristische Züge hat. Gitte verspricht: „Die Charaktere kann man sich sehr gut vorstellen, es gibt irre Wendungen und liest sich sehr gut.“ Der erste Teil heißt: „Allmen und die Libellen“.


Viel Spaß beim Lesen!