50.000 neue „Mitarbeiterinnen“ bei Bauerfeind produzieren Honig

Was machen eigentlich die 50.000 neuen „Mitarbeiterinnen“ bei Bauerfeind? In einem Bienenstock hinter dem Logistikzentrum in Zeulenroda produzieren seit einigen Monaten fleißige Bienen Blütenhonig.

Imker Tino Ebert und sein Team von „Die Firmenbiene“ kontrolliert in regelmäßigen Abständen, ob es den „kleinen Bauerfeindlern“ gut geht und ob die Königin genügend Eier (Fachsprache: Stifte) legt. Bereits im Juli hat der Imker mit den Wintervorbereitungen begonnen und füttert eine Zuckerlösung. „Dadurch wird dem Volk und der Königin eine Massentracht vorgetäuscht. Das führt zu einer erhöhten Eiablage der Königin und das Volk geht dadurch stärker in das nächste Frühjahr“, erklärt Tino Ebert.

Bei seinen Besuchen ist der Imker auf gutes Wetter angewiesen: „Es ist wie bei uns: Reißt jemand bei Regen unser Fenster auf, sind wir nicht gerade erfreut. Die lieben Bienen werden dann etwas „zickig“, weil im Bienenstock „gewischt“ werden muss.“ Ist es im Bienenstock zu feucht, können Waben verschimmeln, weshalb die Kontrolle der Feuchtigkeit wichtig ist.

Auch die Varroamilbe kann einen negativen Einfluss auf den Ertrag haben. Sie wird als der gefährlichste Feind der schwarz-gelben Insekten bezeichnet, weil ein Befall zu einem vermehrten Bienensterben führen kann. Da Tino Ebert den Milbenbefall vorausschauend mit Oxalsäure behandelt, geht es den Insekten sehr gut und die Honigernte läuft einwandfrei.

Mit dem Projekt leistet Bauerfeind Sports einen kleinen Beitrag, um dem Rückgang der Bienenpopulation in der Region entgegenzuwirken: Eine Biene bestäubt in einem Radius von etwa vier Kilometern am Tag etwa 4.000 Blüten – jede einzelne sorgt so für den Fortbestand von vielen Blüten- und Nutzpflanzen.