Erfolgreiche Geschäftsentwicklung

„Das ist kein Zufall mehr“

Vergangene Woche war bei Bauerfeind in Zeulenroda die Woche der Rückschau auf 2025 und des Ausblickes auf das Jahr 2026: Im Bio-Seehotel trafen sich die Kolleginnen und Kollegen vom Vertrieb zu ihrer Tertialtagung. Bereits am Montagnachmittag war die Kantine für knapp zwei Stunden kurzzeitig umgebaut worden. Hier verfolgten circa 140 Teamleiter, Abteilungsleiter und Bereichsleiter aus allen drei deutschen Standorten, was der Vorstand zu berichten hatte. 

Vorstandsvorsitzender Rainer Berthan konnte einmal mehr darüber berichten, dass Bauerfeind im vergangenen Jahr erneut gewachsen ist – und das seit 2021 in Folge. „Fünf Jahre hintereinander so ein Ergebnis, das ist kein Zufall mehr“, sagte Rainer Berthan und betonte: „Wir haben sowohl im Inland als auch im Ausland eine hervorragende Entwicklung genommen. Das zeigt die Qualität, die ein Unternehmen, die Führungskräfte und die Mitarbeiter haben. Sie alle haben Hervorragendes geleistet, sonst wäre das nicht möglich gewesen. Herzlichen Dank an alle!“ 

Schwerpunkte 2026

Rainer Berthan definierte die Schwerpunkte 2026 und begann mit der Fußorthopädie, wo viel Arbeit investiert worden sei. „Ich erwarte hier 2026 eine positive Entwicklung“, sagte er und verwies auf das überarbeitete Produktportfolio und auf BODYTRONIC ID:CAM. Damit können Fachhändler digital modellierte Einlagenrohlinge auch im 3D-Druck fertigen lassen.

Ein weiterer Schwerpunkt in Deutschland sei das Apothekengeschäft, kündigte Rainer Berthan an und erklärte mit Blick auf strukturelle Veränderungen im Gesundheitsmarkt: „Apotheken werden mit Sicherheit in Zukunft eine größere Bedeutung für unsere Absatzwege haben.“

International liegt der Fokus unter anderem auf China und den USA sowie Frankreich. Darüber hinaus verspricht sich Rainer Berthan einen positiven Effekt von den Olympischen Winterspielen. „Da engagieren wir uns in einem respektablen Umfang und ich erwarte einen ordentlichen Push für unsere Kollegen und die Geschäfte in Italien.“

Werte und Führung 

Im Vorfeld der Veranstaltung konnten Fragen an den Vorstand eingereicht werden. In einer ging es um Werte, an denen sich unser aller Handeln bei Bauerfeind orientiert. „Wenn Sie mich fragen, was sind die drei wichtigsten Werte, dann sage ich zuallererst Integrität“, antwortete Rainer Berthan und bezog dabei auch Ehrlichkeit – zu sich selbst und gegenüber anderen – sowie Transparenz ein. Als zweiten Wert nannte er „Mehrwert schaffen für unsere Kunden und Patienten“ und als dritten Wert „Verantwortung für Mitarbeitende und Umwelt“. Angesprochen auf die Unternehmenskultur bei Bauerfeind sagte Rainer Berthan, dass für ihn Führung durch Vorbild eine entscheidende Thematik sei – auch wenn das nicht jeden Tag perfekt gelinge, wie er einräumte. Wichtig ist Rainer Berthan: „Was wir nicht vorleben, sollten wir nicht von unseren Mitarbeitenden verlangen.“ 

Bauprojekte

Katharina Dietrich, Vorständin Technik, berichtete über Bau-, Automatisierungs- und Effizienzprojekte: Damit investiere Bauerfeind gezielt in die Zukunftsfähigkeit, in Wachstum und Stabilität. Seit Herbst 2025 habe sich einiges getan, informierte Katharina Dietrich und verwies auf die neue Mittelspannungs-Versorgung und die Baufortschritte bei der Energiezentrale. Auch bei der Erweiterung der Zentrallogistik, die bis Frühjahr 2029 abgeschlossen sein soll, sei man im Zeitplan, so die Vorständin. Sie gab dann einen kurzen Ausblick auf die Entwicklung eines Bauerfeind-Campus. Dabei handelt es sich um Pläne für neue Fertigungshallen und Funktionsgebäude. Allerdings ist für dieses Bauvorhaben bislang noch kein offizieller Startschuss gefallen, denn es stehen noch Genehmigungen aus.

Automatisierungs- und Effizienzprojekte 

„Wenn ich über Optimierungen rede, bedeutet das nicht, dass ich sparen will, sondern wir trennen uns von dem, was nicht wertschöpfend ist und fokussieren uns auf Effizienz“, stellte Katharina Dietrich klar, bevor sie eine Reihe von Projekten in Zeulenroda, Gera und Remscheid präsentierte. Dazu zählten unter anderem die automatische Abspulanlage in der Umwinderei in Zeulenroda und das führerlose Transportsystem zwischen Konfektion und Färberei, die Ausschussreduzierung in der Produktion Gera und die Fortsetzung des Lean-Projektes in Remscheid. Darüber hinaus sind für Katharina Dietrich optimierte Prozesse in der laufenden Logistik wesentlich. Grund: Bis die Erweiterung abgeschlossen ist, vergehe noch Zeit, in der das Wachstum gemeistert werden muss. 

Bauerfeind als „Power Brand“

Über das Ziel, die Marke Bauerfeind als „Power Brand“ zu etablieren, sprach Isabel Eitner. Die Leiterin Global Marketing beschrieb, was Bauerfeind als „die Marke für Bewegung“ bedeutet: „Bauerfeind soll im Kopf sein, wenn Menschen an Bewegung denken.“

Einen Vorgeschmack auf die Kraft einer starken Marke lieferte ein brandneues Video, welches die Zweierbob-Olympiasiegerinnen Laura Nolte und Deborah Levi zeigte. Die beiden Athletinnen sind Markenbotschafterinnen von Bauerfeind und Teil einer globalen Markenkampagne, die gerade gestartet ist. Ihr frischer Auftritt in dem Video sorgte für kräftigen Applaus in der Kantine.   

Eine starke Marke ist „erste Wahl, begehrt, einzigartig und leicht zugänglich“, erklärte Isabel Eitner und betonte, dass Marke nicht nur im Marketing entstehe, sondern durch alle Mitarbeitenden. „Wir alle gemeinsam prägen, was Bauerfeind nach außen ist und wie wir als Marke wahrgenommen werden.“ Bauerfeind als Power Brand ist ein globales Projekt und startet mit einer umfassenden Analyse, unter anderem wie Bauerfeind heute wahrgenommen wird. Im zweiten Schritt werden klare Leitplanken für ein einheitliches Auftreten entwickelt. „So können wir dann die Power Brand Schritt für Schritt tagtäglich verankern, intern wie extern“, erläuterte Isabel Eitner und gab als Zieldatum 2029 aus – 100 Jahre nach Gründung der Firma Bauerfeind.