Produktmanager meistert Perspektivwechsel

Spinova Mum für werdende Mütter

Seit einem Monat ist die neue Orthese Spinova Mum auf dem Markt. Sie unterstützt Mütter während der Schwangerschaft und Rückbildung. Im Produktmanagement begleitet hat die viereinhalbjährige Entwicklung ein Mann – Marvin Schuler. Der studierte Orthobioniker hat sich intensiv mit typischen Beschwerden befasst.

Sein Antrieb: Die Schmerzen der Frauen nicht einfach hinnehmen, auch wenn sie zeitlich begrenzt sind – und gemeinsam mit dem Entwicklungsteam eine Lösung finden. Dass die Spinova Mum diese Lösung ist, zeigten die externen Tragetests. 93,8 Prozent der Schwangeren gaben an, mit ihr ein gutes bis sehr gutes Stabilitäts- und Sicherheitsgefühl zu haben. Für einige von ihnen verlängerte das Team in Absprache mit den behandelnden Ärzten sogar den Tragetest bis nach der Geburt, weil die Frauen auch in der Rückbildung nicht auf die Orthese verzichten wollten. 

Das Überzeugende: Die Spinova Mum lindert nicht nur Schmerzen im Rücken, sondern auch im Beckenbereich. Sie richtet die Lendenwirbelsäule auf, stabilisiert das Becken und hebt den Bauch sanft an. Die Effekte können Patientinnen durch ein einzigartiges Gurtsystem regulieren, indem sie die Gurte zur Seite und nach vorn ziehen. Das wurde an einem 3D-gedruckten Körper ausgiebig getestet. „Die Orthese musste so individuell anpassbar sein, weil jede Schwangerschaft anders ist, selbst bei der gleichen Frau“, erklärt Marvin Schuler.

Extern unterstützten außerdem Dr. Susann Jäckel, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Prof. Ekkehard Schleußner, Direktor der Klinik für Geburtsmedizin an der Uniklinik in Jena. Auch Hebammen waren beteiligt, darunter auch eine Schwangere, ebenso schwangere Bauerfeind-Kolleginnen. Nun soll die Orthese möglichst vielen der 800.000 werdenden Mütter im Jahr in Deutschland weiterhelfen.