„Es ist eine ganz einfache Sache“
Stammzellen-Spender Andre Schneider

Andre Schneider hat sich 2019 im Bio-Seehotel bei einer Mitarbeiter-Aktion als Stammzellen-Spender registrieren lassen. Vier Jahre später: Andre erhält einen Anruf, dass er als Spender infrage kommt. Er lässt sich Stammzellen entnehmen – und schenkt damit einem Krebs-Patienten in den USA eine zweite Chance.
„Es ist eine ganz einfache Sache, sich typisieren und dann registrieren zu lassen“, sagt Andre Schneider und verrät auch, wie das geht: „Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein.“ Putzmunter erinnert sich der 30-Jährige daran, wie vor vier Jahren damit alles begann. Dass er unlängst Stammzellen gespendet hat, ist ihm in keiner Weise anzusehen. „Das kann man sich vorstellen wie bei einer Blutspende“, beschreibt der Logistik-Mitarbeiter und berichtet, dass ihm über beide Armvenen Stammzellen entnommen wurden. Das hat knapp drei Stunden gedauert und „tat überhaupt nicht weh“.

Am selben Tag noch konnte er die Entnahmeklinik verlassen. Etwas anstrengender waren die Vorbereitungstage. Damit vermehrt Stammzellen produziert werden und in den Blutkreislauf gelangen, musste Andre zuvor über vier Tage ein Medikament spritzen. Es kam bei ihm zu der „üblichen Nebenwirkung“. Er hatte grippeähnliche Symptome. Aber das war kein Grund, die Spende jemals infrage zu stellen. „Der Gedanke, jemandem helfen zu können, hat auch Glückshormone freigesetzt“, sagt der Weißendorfer und gesteht: „Natürlich gehen einem Fragen durch den Kopf. Hat er Familie, vielleicht Kinder?“ Über den Patienten, der seine Stammzellen bekommen hat, weiß Andre lediglich, dass er männlich und mittleren Alters ist und in den USA lebt. Ein persönlicher Kontakt ist frühestens in zwei Jahren möglich. Andre möchte zuvor aber die Möglichkeit nutzen, ihm einen Brief zu schreiben – und hofft jetzt schon, darauf auch eine Antwort zu bekommen.
Anzusehen ist dem jungen Kollegen die Stammzellen-Spende nicht. Aber sie wühlt auf und wirkt nach. „Mit so einer Erfahrung sieht man das Leben mit anderen Augen, regt sich nicht über alles gleich auf, denn es gibt viel Schlimmeres“, sagt Andre Schneider. Er wirbt dafür, sich typisieren zu lassen. „Man weiß doch nie, ob man selbst in so eine Lage kommt. Dann wäre man doch froh, dass jemand spendet. Das tut nicht weh, hat aber eine riesengroße Wirkung.“
Sie sind zwischen 16 und 45 Jahre alt? Dann holen Sie sich Ihre Wattestäbchen. Bauerfeind ist seit 2018 Typisierungsstandort. Sets mit den Wattestäbchen zur Typisierung sind in der Personalabteilung erhältlich. Ansprechpartnerin: Ulrike Müller, Tel.: 036628 661322.