Vorstand in Remscheid
"Es hat sich viel zum Positivem verändert"

Ende Juli war der Vorstand der Bauerfeind AG zu Gast in Remscheid. Vorstandsvorsitzender Rainer Berthan und Vorständin Technik Katharina Dietrich sprachen mit den Beschäftigten vor Ort, machten sich ein Bild von der Produktion – und zeigten sich beeindruckt.
„Ich war zuletzt im März hier und was Sie in nur wenigen Wochen wieder bewegt haben, ist wirklich beeindruckend“, sagte Katharina Dietrich. Auch Rainer Berthan lobte: „Es hat sich viel zum Positiven verändert. Das, was ich heute gesehen habe, macht Mut. Es zeigt, dass Remscheid auf einem sehr guten Weg ist.“
Lob für die Kolleginnen und Kollegen vor Ort
Was beide Vorstände betonten: Die Entwicklungen der vergangenen Monate – darunter ein neues Montagelayout für eine Ebene – wären ohne das Engagement der Kolleginnen und Kollegen vor Ort nicht möglich gewesen. Besonders hob Katharina Dietrich hervor, wie aktiv die Optimierungsmaßnahmen angenommen und mitgetragen wurden. „Zuerst war da noch viel Skepsis. Aber Sie haben uns Vertrauen geschenkt und wir haben Wort gehalten. Die ersten neuen Maschinen stehen, weitere folgen.“
Remscheid – ein Standort mit Geschichte und Zukunft
Der Standort Remscheid ist seit 1996 Teil der Bauerfeind-Familie. Damals übernahm Bauerfeind das Traditionshaus Globus K. Kremendahl. Heute wird von 85 Kolleginnen und Kollegen hier rund die Hälfte des gesamten Bauerfeind-Einlagenportfolios gefertigt. Dass Remscheid auch in Zukunft für Bauerfeind eine strategische Bedeutung hat, wurde beim Besuch mehrfach betont. „Wir wollen hier weiter investieren in moderne Technik, Prozesse und auch Personal“, so Rainer Berthan. Ziel sei es, sichere Arbeitsplätze zu bieten und die Fertigung in Remscheid langfristig zukunftssicher aufzustellen. Er erläuterte, dass Bauerfeind als Anbieter eines vollständigen Produktportfolios weiterwachsen und sich weiterentwickeln möchte: mit Bandagen, Orthesen, medizinischen Kompressionsstrümpfen und Einlagen. „Unsere Kunden schätzen dieses Gesamtangebot aus einer Hand – und dafür stehen wir.“
TRIactive – Technologie trifft auf Handarbeit
Ein besonderes Augenmerk der Besucher lag auf der Einlage TRIactive. Seit 2007 werden die Einlagenrohlinge in Remscheid gefertigt. TRIactive war die erste Einlage ihrer Art, bei der Materialien mit unterschiedlichen Härtegraden vertikal verzahnt und so exakt zusammengefügt werden, dass sie am Fuß nicht zu spüren sind. Ihre besondere „Puzzle“-Optik ist mehr als nur ein Designmerkmal. Die patentierte Bauweise sorgt dafür, dass die drei Kernfunktionen „führen, stützen, dämpfen“ ideal erfüllt werden: Das weiße, feste Material führt die Ferse, die mittelfesten Zonen stabilisieren das Fußgewölbe und die weichen Zonen entlasten den Vorfuß.
Waren es 2007 zunächst drei Modelle, gibt es die TRIactive mittlerweile in zahlreichen Ausführungen – je nach Therapiefokus, Tragekomfort und Schuhtyp. Während des Rundgangs wurde deutlich, wie viel Handarbeit erforderlich ist bei der Fertigung. Rainer Berthan und Katharina Dietrich ließen sich verschiedene Arbeitsschritte zeigen und probierten es auch selbst mal. Dabei trafen sie zum Teil auf sehr erfahrene Beschäftigte: Mit Emine Cakmak, die seit fast 30 Jahren bei Bauerfeind in Remscheid tätig ist, und ihrer neuen Kollegin Alemtsehay Tsegay versuchten sich beide Vorstände am Zusammensetzen der einzelnen Komponenten der TRIactive. Bei Ines Krause, die seit 2001 im Unternehmen ist, trennten sie Puzzle-Teile aus, die zuvor per Wasserstrahl präzise ausgeschnitten wurden. Und Rosa Cannata, die seit 29 Jahren dabei ist, erklärte den Gästen beim Abschluss des Rundganges, worauf bei der Endkontrolle zu achten ist.
„Wir brauchen hier zuverlässige Menschen mit handwerklichem Geschick und einem Auge fürs Detail“, stellte Rainer Berthan fest und nahm auch diese Zahl mit Anerkennung zur Kenntnis: Im Durchschnitt arbeiten die Kolleginnen und Kollegen in Remscheid seit zehn Jahren bei Bauerfeind. Und die langjährigen Beschäftigten werden regelmäßig geehrt – so auch bei der Jubilarsfeier im Mai 2025 im Schützenhaus der Stadt.

Die Vorstände lassen sich von Emine Cakmak (re.) und Alemtsehay Tsegay (Mitte) das Zusammensetzen der einzelnen Puzzle-Teile für die Einlage TRIactive erklären.

Rosa Cannata (li.) erklärt, worauf bei der Endkontrolle zu achten ist.

Bei Ines Krause (Mitte) trennen Rainer Berthan und Katharina Dietrich Puzzle-Teile aus, die zuvor per Wasserstrahl präzise ausgeschnitten wurden.

Abdalhakim Jazmati an der Tiefziehmaschine: Hier werden die einzelnen Bauteile für die Einlage TRIactive zusammengefügt und in Form gebracht.

Die Jubilare von Bauerfeind Remscheid und ihre Vorgesetzten bei der diesjährigen Feier im Schützenhaus.