Maßarbeit im Eiltempo
Team Konfektion Maß (SK1)

Die Kolleginnen und Kollegen im Team SK1 (Strümpfe Konfektion 1) sind so unterschiedlich wie die Maßbestellungen der Kunden. Was das Team verbindet ist der Wille, jeden Tag Hand in Hand zusammenzuarbeiten, damit alle Strümpfe rechtzeitig fertig werden. Bestellungen, die bis 10 Uhr eingehen, verlassen noch am selben Tag das Logistikzentrum. Das bedeutet: viele Arbeitsschritte, hoher Zeitdruck und eine Menge Organisation. Wie das Team arbeitet, verrät Teamleiterin Kathrin Fräsdorf.
Kathrin, wie ist dein Team aufgestellt, um diese Herausforderung zu meistern?
Wir sind 19 Frauen und 2 Männer. Abgesehen vom hohen Frauenanteil haben wir wirklich eine bunte Mischung: Kolleginnen und Kollegen aus der Region, aber auch aus Jamaika, Serbien, Syrien und Irak. Viele sind gelernt und lange dabei. Einige kamen als Quereinsteiger zu uns: Vor zwei Jahren haben wir sieben neue Mitarbeiter ins Team integriert – eine Kollegin hat sich das sogar mit 61 getraut.
Wie habt ihr alle im Team integriert?
Wer neu war, hat erstmal mit ein bis zwei Arbeitsgängen angefangen. Die Spezialisierung kam dann nach und nach. Unsere Erfahrenen mussten in dieser Zeit natürlich viel unterstützen. Jetzt nach zwei Jahren haben wir uns gut eingespielt.
Welche Arbeit bewältigst du mit deinem Team?
Wir bearbeiten alle Maßaufträge im Bereich Rundstrick für Kniestrümpfe, Schenkelstrümpfe und Strumpfhosen. Insgesamt sind das zwischen 15 und 20 Produkte, die wir konfektionieren und unzählige Näh-Arbeitsschritte sowie Vor- und Endkontrolle. VenoTrain micro und VenoTrain soft gehen taggleich raus. Wir haben also nur ein sehr kleines Zeitfenster, weil die Strümpfe ja noch gefärbt werden. Da müssen wir sehr schnell und sehr flexibel sein!

Wie gewährleistest du das als Teamleiterin?
Jede Woche rotieren wir die Arbeitsgänge. Jeder sollte möglichst alles können. Das ist einerseits gut für den Körper, man sitzt oder steht nicht immer in einer Position. Andererseits wird es nicht langweilig und in Zeiten von Urlaub oder bei kurzfristigen Änderungen sind wir flexibel. Außerdem spreche ich sehr viel mit dem Team, denn wir brauchen viel Verständnis füreinander. Schließlich wissen wir an keinem Tag, wie viel Arbeit reinkommt. Unser Job ist so gesehen eine Wundertüte.
Wie fangt ihr Auftragsspitzen ab?
Wir müssen sehr eng zusammenarbeiten und mit der Gleitzeit spielen. Wenn noch Aufträge da sind, bleiben wir länger, an anderen Tagen gehen wir eher. Für meine Stellvertreterin Janine Schüssling und mich ist das viel Organisation und Koordination, damit am Ende jeden Tag die Produktivität stimmt. Wir wollen ja auch vieles möglich machen, zum Beispiel, wenn Kollegen ihre Kinder rechtzeitig abholen müssen oder zum Deutschkurs gehen wollen.
Welche Teamrituale habt ihr?
Wenn wir in den Urlaub gehen, gibt’s immer etwas Süßes, auch zu den Geburtstagen bringt jeder etwas mit und es gibt Blumen. Diese kleinen Gesten sind mir wichtig.
Was wünschst du dir für die Zukunft?
Dass wir weiter gut zusammenarbeiten. Und dass mein Team Anerkennung bekommt für das, was es leistet. Denn das ist nicht immer einfach und hat im Zusammenspiel mit anderen Abteilungen seinen Anteil daran, dass die Kunden am Ende zufrieden sind.
Zur Person: Kathrin Fräsdorf
Kathrin Fräsdorf ist bereits seit 1994 bei Bauerfeind. Die gelernte Maßschneiderin hat 2004 ihre Meister-Ausbildung bei Bauerfeind abgeschlossen. „Man wächst mit seinen Aufgaben“, sagt die 54-Jährige, die nach einer Zeit als Stellvertreterin ihre erste Teamleitung in der Fertigung übernommen hat. Aktuell leitet die Weißendorferin das Team SK1 in der Produktion in Zeulenroda.