Eindrücke der Gedenkfeier in der Dreieinigkeitskirche

In Erinnerung an Prof. Hans B. Bauerfeind

Mehr als 500 Menschen erwiesen Prof. Hans B. Bauerfeind bei der Gedenkfeier in der Dreieinigkeitskirche in Zeulenroda am 16. August 2023 die letzte Ehre. Darunter waren zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie Familie, Freunde und Weggefährten.

Pfarrer Michael Behr führte durch die Gedenkfeier. Er ist seit 1982 in der Dreieinigkeitskirche tätig, in der Hans B. Bauerfeind am 17. November 1940 getauft wurde. Er zeigte sich dankbar für die Unterstützung von Hans B. Bauerfeind bei der Sanierung der Kirche. Prof. Bauerfeind ist in einem Fresko an einer Kirchenseite verewigt.

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow sprach als erster Redner über das Lebenswerk von Hans B. Bauerfeind und bezeichnete ihn als eine Persönlichkeit, die „die deutsche Einheit gelebt hat“ und „einen Menschen, der für die Region Zeulenroda von großer Bedeutung war“. Über seinen Kontakt mit Hans B. Bauerfeind sagte er: „Es ist ein großer Verlust, auch für jemanden wie mich, der lernen musste, kritische Töne direkt ins Gesicht gesagt zu bekommen. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar.“

Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Rainer Kirchdörfer erinnerte an die unternehmerische Tätigkeit und daran, dass Hans B. Bauerfeind die Stiftung Familienunternehmen mitgegründet hat, deren Vorstand Kirchdörfer seit 2012 ist. Er sei für ihn die eindrucksvollste Unternehmerpersönlichkeit, die ihm in 40 Jahren Arbeit mit Familienunternehmen begegnet ist.

Die Gedenkfeier wurde auf einer Leinwand vor der Kirche übertragen, damit alle Gäste würdig Abschied nehmen konnten.

Während ihrer gesamten politischen Tätigkeit war Prof. Hans B. Bauerfeind für Martina Schweinsburg Weggefährte, Ratgeber und enger Freund. Die Landrätin betonte seine enge Verbundenheit mit der Heimatstadt: „Zeulenroda wäre nicht das, was es ist, wenn er nicht gewesen wäre.“

In der Kirche, in der Hans B. Bauerfeind getauft wurde und zu deren Sanierung er maßgeblich beigetragen hat, trafen sich am 16. August 2023 seine Familie, Freunde und Weggefährten, um an ihn zu erinnern.

Familie Bauerfeind, im Vordergrund Witwe Marion Bauerfeind, in der Dreieinigkeitskirche.

Prof. Dr. med. Heinrich Hess gehörte zum engen Freundeskreis von Prof. Hans B. Bauerfeind. Der Sportmediziner hatte die Idee zur Kniebandage GenuTrain, für die Hans B. Bauerfeind als einer der wenigen ein offenes Ohr hatte: „Ohne ihn wäre dieses medizinische Wunder nicht möglich gewesen.“

„Sein Lebenswerk ist durch den Vorstandsvorsitzenden Rainer Berthan und sein Team in besten Händen“, sagte Prof. Heinrich Hess. v.l.n.r.: Prof. Rainer Kirchdörfer, Martina Schweinsburg, Rainer Berthan, Bodo Ramelow, Nils Hammerschmidt (Bürgermeister von Zeulenroda-Triebes) und seine Ehefrau Yvette Hammerschmidt, Katharina Dietrich (Vorständin Technik Bauerfeind AG).

Bewegende Worte: Thomas Bauerfeind, Bettina Bauerfeind und Beatrix Bauerfeind-Johnson sprachen über Hans B. Bauerfeind als Familienvater, der es liebte, an den Sonntagen gemeinsame Zeit mit seinen Kindern beim Wandern, Fahrradfahren oder bei Gemeinschaftsspielen zu verbringen. Sie rezitierten aus drei seiner Lieblingsgedichte, die jeweils eine Bedeutung erfüllten: „Der Erlkönig“ von Johann Wolfgang von Goethe stand für Hans B. Bauerfeind als Vater. „Der Zauberlehrling“ von Goethe erinnerte an seinen besonders starken Willen und Schillers „Glocke“ brachte sein Lebenswerk zum Ausdruck.

Das Orchester der Vogtlandphilharmonie unter der Leitung von Stefan Fraas spielte die selbst ausgesuchten Lieblingsstücke von Hans B. Bauerfeind: die Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068 – Air von Johann Sebastian Bach, Ausschnitte aus Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ und zum Abschluss die „Feuerwerksmusik HWV 351“ von Georg Friedrich Händel.