Schnelle Versorgung dank digitaler Messtechnik bei Olympia

Scan statt Trittschaum

Für die Versorgung der Athletinnen und Athleten in Paris kommt wie bei den vergangenen Olympischen Spielen auch wieder digitale Messtechnik zum Einsatz. In diesem Jahr allerdings zum ersten Mal in der Einlagenversorgung. Mussten in der Vergangenheit viele Pakete mit Trittschäumen verschickt werden, reisen nun der Fußscanner Bodytronic 140, der Körperscanner Bodytronic 410 und eine „digitale Werkbank“ mit in das Olympische Dorf.

„Wir haben in der Messtechnik einen digitalen Arbeitsprozess entwickelt, der künftig Blauabdrücke und Trittschäume bei der Einlagenanpassung überflüssig macht“, erklärt Ralph Kecke, Produktmanager Messtechnologie. Er war maßgeblich an der Neuentwicklung beteiligt und bereitet jetzt alle Soft- und Hardware-Komponenten für den Transport nach Paris vor. „Dort wird der Techniker nur einen Fußscan des Sportlers nehmen und kann diesen dann beim Schleifen der Einlagen über seine digitale Werkbank jederzeit sehen“, erläutert Ralph Kecke. Das spart nicht nur Zeit, sondern reduziert die Arbeitsmittel und Ressourcen in der Werkstatt der Poliklinik enorm. „Darüber hinaus ist der digitale Scan auch viel präziser als ein Trittschaum und die Einlagen können noch besser für die Sportler individualisiert werden“, ergänzt Ralph Kecke.

Zusätzlich zur digitalen Werkbank wird das Bodytronic 410 zum Vermessen des Unterkörpers genutzt. Schon in Pyeongchang und Tokio haben viele Athletinnen und Athleten das berührungslose und schnelle Vermessen geschätzt. Auch dies spart wiederum viel Zeit und unsere Kolleginnen und Kollegen können sich ganz auf den Athleten und seine Bedürfnisse konzentrieren. „Diese Kombination aus digitaler Technik und schneller Versorgung ist nahezu einzigartig in der Branche“, erläutert Ralph Kecke.

In jedem Fall fließen alle Daten und Rückmeldungen zu dem innovativen Versorgungsprozess aus Paris in die Weiterentwicklung der digitalen Werkbank ein, um diese künftig auch in vielen Sanitätshäusern standardmäßig einzusetzen.

Fakten zu den Olympischen Spielen in Paris

Anzahl Sportlerinnen und Sportler: Es wird mit über 10.500 teilnehmenden Athletinnen und Athleten gerechnet.

Lila statt Rot: Im Stade de France wird für die Leichtathletikwettbewerbe der Sommerspiele eine brandneue, violette Laufbahn verlegt werden und für einen besonderen Look in der Arena sorgen.

Medaillen:  In 32 Sportarten und 48 Disziplinen kämpfen die Teilnehmer um 329 Goldmedaillen. Insgesamt sind es 987. In jede Medaille ist im Kern ein Stück Eisen aus dem Eiffelturm eingearbeitet, der vom Rand in Gold, Silber oder Bronze umschlossen wird. Hergestellt werden die begehrten Plaketten in der Staatlichen Münze von Paris, entworfen hat sie der renommierte Juwelier Chaumet.

Neue Sportarten: Neu im Programm ist in Paris Breakdance, während im Vergleich zu den Spielen von Tokio Baseball/Softball sowie Karate ihren Platz verlieren. Bestätigt wurden hingegen die in Japan erstmals ins Programm aufgenommenen Sportarten Klettern, Surfen und Skateboard.
Bei den bestehenden Sportarten kommt es im Programm zu einigen Änderungen, so wird in der Leichtathletik das 50 km Gehen gestrichen, im Gewichtheben entfallen fünf Entscheidungen, während im Schießen beispielsweise zwei neue Mixed-Events hinzukommen.