Teams bereiten Olympia-Einsatz vor

Blick nach Paris

Der Countdown läuft: In drei Monaten werden die Olympischen Sommerspiele in Paris eröffnet. Bauerfeind hat sich mit einem klaren Vorsprung in der Ausschreibung durchgesetzt.

Damit das Team aus 22 Kolleginnen und Kollegen während der Spiele vom 26. Juli bis 11. August die Athleten bestens versorgen kann, ist eine sorgfältige Vorarbeit nötig, die nicht nur die Produktion der Bandagen, Orthesen, Kompressionsstrümpfe, Sportprodukte oder Einlagen umfasst. Es sind viele Kolleginnen und Kollegen, die im Hintergrund seit Wochen an vielen kleinen Rädchen drehen, damit während der Olympischen Spiele alles perfekt laufen kann.

 

Gut im Zeitplan

Obwohl wir für die Spiele in Paris viel weniger Vorbereitungszeit haben als beispielsweise für Pyeongchang oder Tokio, liegen wir gut im Zeitplan. Grund dafür ist, dass wir aus den vergangenen Olympia-Teilnahmen viel gelernt haben, sodass gewisse Prozesse schneller und einfacher laufen. Haben wir für die Sommerspiele in Rio oder Tokio noch über 8.000 Produkte in die Poliklinik geschickt, sind es aktuell rund 6.500. „Durch die Auswertung der olympischen Versorgungen haben wir ganz genau geschaut, welche Produkte wir wirklich benötigen oder welche für den jeweiligen Bedarf des Sportlers schnell auf- oder umgerüstet werden können“, erklärt Projektleiter Jörg Ritzerfeld. Statt Trittschäumen für die Einlagenversorgungen werden wir die digitale Vermessung noch intensiver nutzen.

Ein weiterer Faktor, der uns in diesem Jahr die Planung erleichtert, ist die Nähe zu Zeulenroda. Nach 2012 in London finden Olympische Spiele erstmals wieder in Europa statt. „Damit sind wir viel flexibler und könnten im Bedarfsfall sogar eine Maßanfertigung spezieller Produkte oder Nachbestellungen anfragen“, ergänzt Jörg Ritzerfeld. Auch die Logistik gestaltet sich einfacher. Mussten beispielsweise für die Olympischen Spiele in Tokio vor drei Jahren bereits im April alle Produkte verschickt werden, senden wir für Paris erst Ende Juni die Produkte auf die Reise in die Poliklinik nach Paris. Diese befindet sich direkt im Olympischen Dorf, nur zwei Kilometer vom Stade de France entfernt, wo die Leichtathletikwettbewerbe stattfinden.

Fakten zu den Olympischen Spielen in Paris

Gastgeber Paris: Die Olympischen Spiele finden bereits zum dritten Mal in Paris statt. Nach 1900 und 1920 nun auch 2024. Damit steht Paris mit London an der Spitze der Austragungsorte, denn keine andere Stadt hat bereits mehr Olympia-Teilnahmen.

Eröffnungsfeier: Die Eröffnungsfeier findet erstmals nicht in einem Stadion, sondern direkt auf der Seine in Paris statt. Auf mehr als 160 Booten und über sechs Kilometern sollen Athletinnen und Athleten, Funktionäre und weitere Würdenträger am 26. Juli zwischen der Pont d'Austerlitz und der Pont d'Iena über den Fluss transportiert werden. Live vor Ort können über 300.000 Zuschauer dabei sein. Damit wird es auch gleich die "größte Zeremonie" der Olympia-Geschichte.

Olympisches Feuer: Das Olympische Feuer wurde im griechischen Olympia am 16. April entzündet. Die Flamme wird dann am 26. April in Athen im antiken Olympiastadion an die französischen Veranstalter übergeben. Dann beginnt die Reise des olympischen Feuers quer durch Frankreich, bis der Fackellauf am Tag der Eröffnungsfeier, dem 26. Juli 2024, in Paris endet. 

In Paris brennt die Flamme dann nicht in einem Stadion, sondern soll während der Sommerspiele in Paris 2024 im Tuileriengarten vor dem weltberühmten Louvre brennen. So haben viele Menschen die Möglichkeit, die Flamme zu sehen, ohne in ein Stadion gehen zu müssen.

Motto: Das Motto lautet "Ouvrons Grand les Jeux / Games Wide Open" und soll damit für Gleichheit, Inklusion und Verantwortung stehen.