Kreativität und Teamwork

Csilla Dlabig, Österreich

... sind gefragt, wenn sich die Arbeitsbedingungen grundlegend geändert haben und der Kontakt zur Familie gerade schwer möglich ist. Csilla Dlabig versucht, ihrer Familie trotz großer Entfernung nah zu sein – mit Videoanrufen, Überraschungs­paketen und Urlaubsplänen für die Zeit nach Corona. Im Kundenservice bei Bauerfeind Öster­reich findet sie sich in neue Aufgabenbereiche ein und stellt fest: Die Krisenzeit ermöglicht Ab­wechslung und schweißt das Team zusammen.

Du bist Ungarin – was hat dich denn nach Österreich verschlagen?

Die Liebe hat mich vor vier Jahren nach Wien geführt – hier lebe ich mit meinem Freund, meine Familie ist in Ungarn geblieben.

Das heißt, du konntest deine Familie sehr lange nicht sehen?

Ganz genau, an Weihnachten war ich zu­letzt dort. Die Grenze zwischen Österreich und Ungarn ist im Moment noch gesperrt. In Ungarn ist jetzt gerade die schwierigste Zeit und hier in Österreich werden die Maß­nahmen schon wieder gelockert.* Aber wir versuchen, das Beste daraus zu machen und überraschen uns zum Beispiel gegenseitig mit Paketen. Es bleibt uns nichts Anderes übrig, als kreativ zu sein.

Welche Überraschungen sind darin zu finden?

Zum Muttertag habe ich Schokolade ge­schickt, Sorten die typisch »österreichisch« sind. Und kleine Kerzen und Fotos, damit wir uns ein bisschen näher sind.

Wie habt ihr euch bei Bauerfeind Österreich auf die neue Situation eingestellt?

Am Anfang war die Arbeit im Homeoffice schon eine Umstellung, vor allem, weil wir vor der Corona-Zeit überhaupt keine Erfah­rung damit hatten. Aber nach den etwa zwei Monaten kann ich berichten: Es läuft ge­ordnet ab und ich komme in meinem kleinen Arbeitsbereich zu Hause gut zurecht. Einer vom Team ist außerdem immer im Büro und hält die Stellung. Wir im Kundenservice sind momentan nur in der Kernzeit zu erreichen. Aber wir merken, dass sich unsere Zahlen wieder positiv entwickeln, denn bei unseren Kunden geht es Schritt für Schritt wieder aufwärts.

Das ist schön zu hören nach der schweren Zeit.

Ja, darüber freuen wir uns auch sehr. Die meisten Sanitätshäuser haben wieder geöff­net, wenn auch teilweise noch mit verkürz­ten Öffnungszeiten. Und auch die Ordinatio­nen, so werden die Arztpraxen in Österreich genannt, haben wieder aufgesperrt.

Welche Erfahrungen nimmst du dir aus der Krisenzeit mit?

Auf jeden Fall, dass wir hier sehr gut zu­sammenarbeiten, auch wenn es schwierig wird. Im Marketing war beispielsweise etwas mehr als gewöhnlich zu tun in letzter Zeit und ich habe unser rotes Buch auf den aktuellsten Stand gebracht – ein Leitfaden, in dem alle wichtigen Arbeitsschritte für Produktbestellungen stehen. Da haben wir uns gegenseitig klasse unterstützt. Das war super für unseren Zusammenhalt.

Über Csilla Dlabig

Die gebürtige Ungarin Csilla Dlabig lebt seit vier Jahren in Wien und ist seit 2019 Mit­arbeiterin im Kundenservice bei der Tochtergesellschaft in Österreich. Mit drei weite­ren Kolleginnen im Bereich Customer Service sorgt sie dafür, dass Kunden in Öster­reich mit Produkten beliefert werden und beantwortet Fragen jeglicher Art. Momen­tan träumt Csilla Dlabig davon, im Sommer ihre große Familie wiederzusehen, die sie durch die Beschränkungen aufgrund des Coronavirus nicht besu­chen kann.