Nachgefragt bei Kulbaken Salzman

Die Teampower in unserer neuen GenuTrain P3

Ziel erreicht! Seit dem 1. Oktober ist die GenuTrain P3 in einer neuen Generation auf dem Markt. Der erfolgreiche Projektabschluss war ein Grund zum Feiern für das gesamte Team. Was alles an der Kniebandage verbessert wurde, welche Herausforderungen dafür zu meistern waren und wo sich die „3“ noch wiederfindet, erzählt Projektleiterin Kulbaken Salzman vom Produktmanagement.

Kulbaken, was ist neu bei der GenuTrain P3?
Kulbaken Salzman: Unsere Kniebandage für Patellabeschwerden wurde komplett überarbeitet. Sie hat jetzt einen in der Pelotte fest integrierten Korrekturzügel. Er liegt direkt an der Kniescheibe an und hat eine spezielle Umlenkung, so dass die zentrierende Kraft genau dort ankommt, wo sie benötigt wird. Die Entlastung ist so für Patienten unmittelbar spürbar und kann von ihnen genau eingestellt werden. Auch die Pelotten der GenuTrain P3 haben sich verändert. Das neue Patella-Pad ist eine Zweikomponenten-Pelotte und die kleine Pelotte am Oberschenkel hat eine andere Form. Die neuen Kunststoffstäbe haben die Anziehhilfen wie unsere aktuelle GenuTrain und GenuTrain A3. Viel Energie steckt auch im stark strukturierten Hoch-Tief-Gestrick der P3 und im neuen Größensystem mit neuen Messpunkten.

Produktmanagerin und Projektleiterin Kulbaken Salzman zeigt auf der diesjährigen Vertriebstagung Mitte September alle Neuerungen der Kniebandage.

Was waren die größten Herausforderungen bei diesem Projekt?
Kulbaken Salzman: Aus meiner Sicht gab es drei große Herausforderungen. Erstens ist die GenuTrain P3 ein komplexes Produkt. Sie hat zahlreiche Funktionselemente, die alle erneuert wurden. Pelotten, Zügel, Gestrick und Stäbe mussten zusammen in ein neues datenbasiertes Größensystem integriert werden, um unser Ziel einer verbesserten Serienversorgung zu erreichen. Zweitens war die Materialbeschaffung durch die gegenwärtig unbeständigen Lieferketten aufwändig. Verfügbarkeiten und Qualitäten von Textilmaterialien und Kunststoffen veränderten sich über die Projektlaufzeit. Das erforderte Risikobewertungen, Tests von Alternativmaterial und zusätzliche Prüfungen, um eine serienreife Produktion zu gewährleisten. Und drittens der Faktor Zeit, wenn bereits während der Entwicklung feste Rahmenbedingungen für die Serienproduktion entstehen und andere notwendige Bedingungen kurzfristig massiv schwanken.

Wie kommt die neue Generation bislang intern und extern an? 
Kulbaken Salzman: Die Rückmeldungen bei den internen Produktschulungen waren durchweg positiv. Unsere Retouren-Abteilung schätzte vor allem die praxisnahen Änderungen wie die neuen Kunststoffstäbe statt der Y-Spiralstäbe oder das neue Seriengrößensystem. Unser Distributor in Kanada war bei der Schulung sehr begeistert vom neuen Produkt und freut sich, damit in den Markt zu gehen. Und ich selbst konnte im Vorfeld zur Einführung bei einer Anfrage aus Singapur für einen Maßversorgungsfall schon sehen, dass bei der neuen Generation eine Seriengröße ohne weiteres passen würde und eine schnellere Versorgung möglich wäre. Die Vorteile für den weltweiten Handel sind da und wir sehen nach den ersten acht Wochen bereits Wachstum.

Power hoch drei für GenuTrain P3: Kulbaken Salzman (rechts) und die beiden Teilprojektleiter Martin Bernhardt (Mitte) und Juliane Wiedner (links).

Was war rückblickend besonders an diesem Projekt?
Kulbaken Salzman: Ich habe gesehen und erlebt, wie sehr der Zusammenhalt innerhalb eines Teams und effiziente Kommunikation helfen, Ziele zu erreichen. Stolz bin ich vor allem auf die produktive Zusammenarbeit mit meinen beiden Teilprojektleitern Juliane Wiedner vom Bauerfeind Innovationscentrum und Martin Bernhardt vom Qualitätsmanagement. Juliane hat die Entwicklung verantwortet, Martin die Überleitung in die Fertigung und Prozesssicherheit. Wir drei hatten eine klare Aufgabenteilung und kurze Abstimmungswege. Wir haben uns oft direkt an den Strickmaschinen getroffen, um Situationen sofort zu bewerten, Entscheidungen zu treffen und die Informationen in das Projektteam zu tragen. So konnte trotz großer Herausforderungen der geplante Markteinführungstermin von uns allen eingehalten werden.