Das Bauerfeind-Umweltmanagement

Spannende Mitmach-Aktion für alle Beschäftigten am Gesundheitstag

Am 10. Juni findet bei Bauerfeind der Gesundheitstag statt und das Umweltteam ist mit eigenem Stand und Aktionen dabei. Diesmal geht es nicht um Umweltschutz auf dem Papier, sondern ums Mitmachen: Jeder Beschäftigte kann aktiv erleben, wie aus Abfall spannende neue Dinge recycelt werden. Hinter den Aktionen steht unser Umweltteam, das kontinuierlich daran arbeitet, Prozesse umweltfreundlicher zu gestalten. Geleitet wird es von Christian Gerbert aus der RAC-Abteilung. Er bringt im vierteljährlichen „interdisziplinären Umweltfachkreis“ Vertreter verschiedenster Abteilungen zusammen, um neue nachhaltige Ideen zu entwickeln. Wer wissen möchte, wie das Team arbeitet und welche Themen aktuell im Fokus stehen, bekommt Antworten direkt von Christian im Interview.

Was bedeutet Umweltmanagement konkret im Alltag bei Bauerfeind?
„Im Alltag bedeutet das vor allem, dass wir versuchen, so wenig wie möglich zu verschwenden und Ressourcen clever zu nutzen. Wir schauen, wo Abfall vermieden werden kann, wie Materialien wiederverwendet werden können und wo wir Energie sparen können – kurz gesagt: Wir überlegen ständig, wie wir alles ein bisschen schlauer und effizienter machen.“

Welche Rolle spielt dabei das Umweltteam?
„Gemeinsam mit unserer Vorständin Technik, Katharina Dietrich und dem 15-köpfigen Umweltteam wurden Ziele und Maßnahmen entwickelt, die in einem Umweltprogramm jährlich festgehalten werden. Die Mitglieder des Umweltteams transportieren die Themen in ihre Abteilungen und kommen mit neuen Ideen wieder zurück ins Umweltteam. Auch die Führungskräfte unterstützen bei der Aufstellung der Umweltziele. So hat jeder die Möglichkeit mitzuwirken.“

Das Bauerfeind-Umweltteam: (v. l. n. r. Michelle Dettke, Christian Gerbert, Tatjana Vossel, Dörte Heyn, Christian Naujoks, Tobias Helbig, Ralf Senkel, Romy Ludwig, Kristin Büttner, Birgit Spörl, Silke Sieber; nicht auf dem Foto: Yvonne van Velzen, Lars Eulitz, Marcus Feustel, Kirsten Seifert)

Warum ist die ISO 14001- Zertifizierung für unser Unternehmen strategisch wichtig?
„Die ISO 14001 Norm ist weltweit anerkannt und stellt eines der bedeutendsten Umweltmanagementsysteme dar. Sie wird jährlich überprüft und muss alle drei Jahre rezertifiziert werden, was ihre Wertigkeit verdeutlicht. Im November 2025 haben wir diese Rezertifizierung wieder erfolgreich bestanden.“

Was hat sich durch die neue Zertifizierung konkret verändert oder verbessert?
„Durch die ISO 14001-Zertifizierung haben wir eine offizielle Bestätigung unserer Umwelt- und Nachhaltigkeitsbemühungen. Diese stärkt nicht nur unsere Glaubwürdigkeit gegenüber internen und externen Interessengruppen, sondern ist inzwischen auch Zugangsvoraussetzung, um in vielen Bereichen überhaupt tätig sein zu dürfen. Zum Beispiel bei den Olympischen Spielen 2024 in Frankreich spielte Nachhaltigkeit eine bedeutende Rolle. Sie entschied darüber, ob wir als Lieferant teilnehmen durften. Die ISO-Zertifizierung verbessert eindeutig unsere Wettbewerbsfähigkeit und unseren Marktzugang. Verschiedene internationale Einkäufer fragen sie bereits an. Auch bei Ausschreibungen wird sie inzwischen verlangt.“

Welcher Meilenstein macht dich besonders stolz?
„Ein wichtiger Meilenstein war der erste freiwillige Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2024. Er enthält erstmals eine vollständige Klimabilanz, an der verschiedene Abteilungen mitgewirkt haben, sowie einen Überblick über umgesetzte Maßnahmen in den drei sogenannten ESG-Bereichen: Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung). Diese Berichtsweise wird nach dem europäischen Standard künftig von großen Unternehmen gefordert. Somit sind wir mit diesem Bericht wettbewerbsfähig und dem ein oder anderen Wettbewerber sogar einen Schritt voraus.“

Wo konnten wir bereits messbare Verbesserungen erzielen?
„Insbesondere bei der Abfalltrennung und -entsorgung haben wir in den vergangenen zwei Jahren einen gewaltigen Schritt nach vorn gemacht. Wir haben beispielsweise einen Teil der Abfälle als sogenannte Nebenprodukte definiert und recyceln diese im Sinne der Kreislaufwirtschaft, zum Beispiel: Polyamid und Mikroklett, aus denen bei einem Dienstleister Regranulate entstehen. So verdienen wir sogar an Materialien, für die wir zuvor bei der Müllentsorgung zahlten.“

Gibt es Beispiele aus der Belegschaft, bei denen nachhaltige Ideen umgesetzt wurden?
„Zu Beginn bin ich wiederholt auf die Kolleginnen und Kollegen zugegangen und habe sie ermutigt, eigene Ideen einzubringen. Das hat sich inzwischen komplett gewandelt. Jetzt kommen die Kolleginnen und Kollegen auf mich proaktiv mit Vorschlägen zu. Auch aus Gera kommen viele Verbesserungsvorschläge. Beispiele für umgesetzte Ideen sind die Rückführung von Mikroklett-Abfällen zum Recycling, die Umstellung von ausgedruckten Fertigungsaufträgen auf wiederverwendbare Kanban-Karten in der Technologie oder die Verschnittoptimierung im Zuschnitt des Bereiches Fertigung Bandagen. Manchmal kommen die Ideen auch direkt vom Vorstand - wie zum Beispiel die Umstellung des Füllmaterials von Plastik zu Papier in unserer Zentrallogistik basiert auf einer Idee unserer Vorständin Technik, Katharina Dietrich.“

Also Mitmachen ausdrücklich erwünscht?
„Absolut, Nachhaltigkeit gelingt nur gemeinsam. Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun. Nachhaltigkeit ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Alle Kolleginnen und Kollegen sind eingeladen, sich einzubringen. Wer Ideen hat, wie wir im Arbeitsalltag Ressourcen sparen oder Prozesse umweltfreundlicher gestalten können, kann sich an seine Führungskraft, das Umweltmanagement oder das Ideenmanagement wenden.“

Plant ihr konkrete Aktionen oder Initiativen, bei denen Kolleginnen und Kollegen sich beteiligen können?
„Das Bauerfeind-Umweltmanagement hat anlässlich des Bauerfeind-Gesundheitstages am 10. Juni 2026 eine große Mitmachaktion geplant. Es wird um das Thema Kreislaufwirtschaft gehen. Wir wollen die Mitarbeitenden dafür sensibilisieren, wie man mit Abfall anders umgehen kann – nach dem Motto: ‚Gewinne einen Blumentopf. Aus deinem Müll.‘ Seid gespannt und save the date!“
 

Über Christian Gerbert

Christian Gerbert ist seit Februar 2023 bei Bauerfeind. Vorher arbeitete er 12 Jahre lang als Serviceleiter in einem großen Autohaus. Umwelt und Natur liegen dem Plauener schon immer am Herzen. Dieses Interesse kann er bei Bauerfeind in seinen Arbeitsalltag integrieren. Christian ist sehr sportbegeistert und liebt es, seine Freizeit in den Bergen beim Wandern und Bergsteigen zu verbringen. Am Gletscher wird ihm jedes Mal direkt vor Augen geführt, was Klimawandel bedeutet.